KT4
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KT4DEinen ausschlaggebenden Anstoß zur Entwicklung neuer Fahrzeuge gab die ehemalige DDR, die ihre eigene Straßenbahnproduktion Mitte der sechziger Jahre aufgrund von Absprachen im Rahmen des RGW zugunsten von Tatra aufgeben mußte und nun die Entwicklung eines Fahrzeugtyps forderte, der auf den Strecken der DDR-Städte mit zum Teil komplizierten Kurven- und Steigungsverhältnissen einsetzbar war. Es wurde ein rationelles Fahrzeug für die große Zahl kleinerer Straßenbahnbetriebe des Territoriums mit verschiedenen Spurweiten verlangt. Dabei bot sich die Entwicklung eines Gelenkwagens an. So wurden zwischen 1969 und 1974 zwei derartige Probetriebwagen entwickelt. Der besondere Aufbau des Kurzgelenkes ermöglichte es, auf gerader Strecke beide Wagenteile immer in gleicher Lage zu halten. Diese Konstruktion wurde bereits 1969 im umgebauten Prototyp K1 7000 erprobt. Nach kurzem Probebetrieb in Prag kamen die beiden Prototypen des späteren Kurzgelenktriebwagens KT4 nach Potsdam, wo sie nach Abschluß der Erprobungen verblieben. 1974 begann die Serienproduktion dieser Wagen. Zum Einsatz kommen die KT4D als Solowagen oder in Zweiwagenzügen. In Erfurt und Cottbus wurden sie sogar als Dreifachtraktion, die eine respektable Länge von 57m aufweist, eingesetzt. 1982 entstanden zwei weitere Prototypen mit der Thyristorsteuerung TV3, welche die Bezeichnung KT4Dt erhielten. Ab 1983 wurden diese Wagen in Berlin eingesetzt. 1986 und 1987 folgten ihnen Wagen aus der Serienproduktion nach. KT4SUDie Vorteile der KT4D bei komplizierten Streckenführungen waren so markant, dass die gleichen Fahrzeuge auch für einige Betriebe in der UdSSR bestellt wurden. Die zwei Prototypen KT4SU wurden kurz in Prag erprobt und kamen dann nach Lwow. Die Serienproduktion dieser mit dem KT4D baugleichen Wagen erfolgte ab 1980. KT4YU
Ab 1980 wurden die KT4 unter der Bezeichnung
KT4YU auch nach Jugoslawien geliefert. In Belgrad ersetzten sie alle
anderen Typen. In Zagreb werden sie neben älteren Typen T4YU und B4YU
eingesetzt. Dort wurde ab 1986 auch der Prototyp KT4YUt mit
Thyristorsteuerung erprobt. Zur Serienproduktion kam es in diesem Fall
aber nicht.
KT4KDie Serienproduktion des KT4 wurde mit der Lieferung von 50 Fahrzeugen des Typs KT4K für den neuen Straßenbahnbetrieb in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang im Jahre 1991 eingestellt. Die KT4 wurden jedoch vom Werk Shenfeng in Shenyang (China) umgebaut. Wohl aufgrund technischer Schwierigkeiten wurden die Gelenke entfernt und die beiden Wagenhälften zu extrem langen 4x-Triebwagen zusammengeschweißt. Technische Daten
In den Jahren 1974 bis 1997 wurden insgesamt 1801 Fahrzeuge des Typs KT4 gebaut.
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